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400V – IndustrieFotografie

400V IndustrieFotografie – im Team doppelt gut

„Es gibt exzellente Industriefotografie und dutzende herausragende Industriefotografen in Deutschland – und warum jetzt Fotografen im Doppelpack? Und wieso überhaupt zu zweit? Was bringt mir das, außer Mehrkosten?“, eine oft gehörte, durchaus berechtigte Frage.

Vier Augen sehen mehr als zwei

Natürlich ist das eine Binsenweisheit, aber für die Industriefotografie entwickelt dieser Satz erstaunliche Perspektiven: Als wir – das sind die Fotografen Robert Poorten und Felix Gemein – uns 2015 entschlossen hatten, gemeinsam die Kooperation 400V IndustrieFotografie GbR zu gründen, wollten wir zusammen größere Projekte bearbeiten können als es ein einzelner je gekonnt hätte.

Zwei Mitarbeiter von Wippermann in der Produktion

Zwei gleichberechtigte Fotografen am selben Set?

Das klingt eher nach Konflikten denn nach Chancen. Vielleicht, denn jeder Fotograf hat seinen Blickwinkel, pflegt seine individuelle Handschrift und versucht diese immer weiter zu entwickeln, gerade um sich von Kollegen seiner Zunft abzugrenzen.
Wir aber arbeiten anders: Da ist zum einen die Dauer unserer Zusammenarbeit, deren Anfänge über zehn Jahre her sind: Seither haben wir die Stärken und Schwächen des anderen gründlich kennen gelernt. Ganz wichtig sind die gemeinsamen Wurzeln in der Reportage- und People-Fotografie, sie bilden die Basis unseres fotografischen Grundverständnisses: Wir wollen zeigen was ist – auf Augenhöhe mit der Situation und den Abgebildeten, mit derselben Sprache den Moment festhalten für den zukünftigen Betrachter.
Und natürlich haben wir uns ästhetisch so nah abgestimmt, dass die Bilder des einen nahtlos zu denen des anderen passen. Wir liefern Bilderstrecken aus einem Guss, Seriencharakter und Einheitlichkeit des Shootings sind nie gefährdet. Genau deshalb treten wir als Team auf unter dem Kunstbegriff 400V IndustrieFotografie und nicht unter unseren realen Namen.

Unser Vieraugenprinzip

Operativ gesehen haben zwei Fotografen am Set den großen Vorteil, ein und dieselbe Situation aus verschiedenen Perspektiven aufnehmen zu können. Das ist extrem wichtig für Prozesse, die sich nicht beliebig oft wiederholen lassen. Sonst gibt es von wesentlichen Stationen in der Produktion ggf. nur das eine passende Bild, das dann bis zum Überdruss in diversen Publikationen wiederholt wird. Zwei Perspektiven bieten mehr. Zudem können wir im selben Werk auch unabhängig von einander und zeitgleich an verschiedenen Orten fotografieren, um komplexe Abläufe rascher zu dokumentieren. Zu zweit sind wir einfach flexibler. Damit sparen wir Zeit, denn unser Output als Team ist natürlich gegenüber einem Einzelkämpfer doppelt so groß. Damit lassen sich dann auch leicht ganze Bilddatenbanken füllen.

So geht Industrie: Reportage statt Inszenierung

Natürlich könnten wir Industrieanlagen fotografieren mit haufenweise farbigem Licht im Unternehmensfarbton, dazu Reflexe in Komplementärfarbe: aseptisch reine Maschinen kunstvoll inszeniert und messerscharf bis zur hintersten Schraube. Aber wir glauben an die Kraft der Reportage, an die Komplexität des Wirklichen und seine Wahrheit und vertrauen auf unsere Erfahrungen aus hunderten von Shootings: Wir sind schnell, wir überblicken rasch eine Situation, erkennen perspektivische Möglichkeiten und Timings und halten den entscheidenden Augenblick fest – so wie wir ihn gesehen haben. Wir wollen zeigen, was ist: authentisch und ästhetisch, aber wir wollen nicht überziehen. Damit bringen wir einen neuen Stil in die Industriefotografie: genau das ist unsere Absicht!

Mitarbeiterportrait von Bauer und Böcker in Remscheid - Arbeiter mit Schutzbrille vor Metallwand

Schweres Gerät für die Industrie

Dass wir keine großen Inszenierung oder Lichtaufbauten brauchen, hat durchaus handfeste Vorteile für Sie, denn es gibt keine langen Stillstände in der Produktion und keine Umbauten, weil ganz hinten im Bild vielleicht etwas stören könnte. Aber nicht, dass wir uns missverstehen: Wir arbeiten zügig, nicht flüchtig! Zumeist nutzen wir mit Vollformatkameras. Doch wir fotografieren auch mit einer Phase One im Mittelformat incl. 100-Megapixel-Sensor und massivem Stativ, wenn Sie detailreiches Bildmaterial für eine Messewand oder ein fassadengroßes Blow-up benötigen. Wir benutzen genau das fotografische Equipment, um Bilder nach Ihren Anforderungen zu erstellen – doch die Idee der Reportage prägt den gemeinsamen Bildstil von 400V IndustrieFotografie.

Mitarbeiterfotos

Ja, das kann ein Drama sein. Das Netz ist voll von Mitarbeitern, die mit halb gefrorenem Lächeln in Richtung Kamera schauen, weil sie im Kopf schon längst wo anders sind – weil platzieren, ausleuchten, Ausschnitt wählen und fokussieren wieder viel zu lange gedauert hat. Der Faden zum Fotografen ist genau so gerissen wie der zum Betrachter. Und den Mitarbeitern sieht man die Tortur an, die sie durchmachen. Solche Bilder möchten wir nicht. Dann suchen wir lieber den Augenblick des verschmitzten Lächelns, eine kleine Geste oder auch den skeptischen Blick eines Arbeiters: „Wisst Ihr wirklich, was ich hier täglich am Arbeitsplatz mache?“ Nein, wissen wir nicht: aber es ist genau das – Klick – was wir gerne allen zeigen wollen! Und wenn dann der Mitarbeiter ahnt, was wir machen und wie wir es machen, Lächeln langsam seine Skepsis verdrängt, dann nehmen wir das – Klick – natürlich auch gerne mit.

Wir finden: Würde zählt. Deshalb lassen wir Sie und ihre Mitarbeiter echt und gut aussehen, gerne mit Ecken und Kanten – aber nie mit leerem Blick.

Mitarbeiter von Scheib Elektrotechnik hinter einem Elektromotor

Konkurrenz belebt das Geschäft – sogar im Zweierteam

Über das „Wie“ eines Shootings gibt es im Vorfeld oft lange Diskussionen, besonders wenn wir eine gezielte Objekt- oder Lichtstimmung erreichen wollen. Im Termin selbst sind wir so gut eingespielt, da reicht oft nur ein Wink oder Blick zur Verständigung und wir wissen, was zu tun ist. Das macht uns effektiv. Auch in der Nachbearbeitung der Rohbilder, wenn wir die Rohdaten unterschiedlicher Kameras und Objektive zu einer stimmigen Serie abgleichen, wissen wir genau wo und wie wieweit wir eingreifen müssen, denn auch das ist dutzende Male erprobt.
Wenn uns dann schließlich beim Durchschauen der finalen Bilder des Partners schon mal ein anerkennendes „saugut gesehen“ rausrutscht, dann wissen wir: unser Konzept, als Team im Doppel zu fotografieren hat wieder gut funktioniert.
Der schwierigste Moment in unserer Kooperation jedoch ist, wenn ein grandioses Bild des Kollegen uns denken lässt: „… und warum hab’ ich das nicht gesehen?“ Dann wissen wir, dass wir beim nächsten Mal noch etwas drauflegen müssen.
Kontaktieren Sie uns und wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot.


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